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Der vollständige Anno 117 Guide

Detaillierte Strategien für Anfänger bis Profis – präzise Produktionsketten, bewährte Ressourcenplanung und praktische Lösungen für alle Herausforderungen in Latium und Albion.

Spiel-Setup: Deine Weichen richtig stellen

Bevor du deine erste Stadt baust, triffst du Entscheidungen, die deine gesamte Partie prägen. Wirtschaftsschwierigkeit, Militärdruck und Regionswahl bestimmen, ob du entspannt planst oder permanent jonglierst. Das Verständnis dieser Parameter ist wichtiger als jeder Produktionsketten-Guide.

Schwierigkeitsgrade verstehen

Wirtschaftsschwierigkeit bestimmt Steuererträge, Produktionsgeschwindigkeiten und Warenverbrauch. Auf Normal hast du Puffer für Fehler – Produktionsketten dürfen kurz stocken, ohne dass dein Cashflow kollabiert. Auf Schwer wird jeder Engpass sofort zum Problem: Die Bevölkerung konsumiert schneller, deine Gebäude produzieren langsamer und Steuern fließen spärlicher. Der Unterschied ist enorm – selbst erfahrene Spieler müssen auf Schwer ihre Infrastruktur permanent optimieren.

Best for: Anfänger sollten Normal wählen, um Mechaniken ohne Zeitdruck zu lernen; erfahrene Anno-Veteranen genießen Schwer für präzise Optimierungsherausforderungen.

Trade-off: Schwer belohnt perfekte Planung mit einem intensiven Spielgefühl, bestraft aber Experimente hart – Leicht gibt dir Raum, auch unkonventionelle Builds auszuprobieren.

Latium vs. Albion: Mehr als Kosmetik

Latium ist strukturierter: Produktionsketten sind klarer, Monumentoptionen vielfältiger, und die Mechaniken bauen konventionell aufeinander auf. Albion dagegen bietet zwei Kulturpfade – du entscheidest, ob deine Siedlung keltisch bleibt oder romanisiert wird. Das verändert verfügbare Gebäude, Produktionsketten und sogar Religionssysteme. Albion ist anspruchsvoller, weil du ständig zwischen zwei Identitäten balancierst.

Best for: Latium ist ideal für deinen ersten Durchgang; Albion lohnt sich für die zweite Partie, wenn du Latium-Mechaniken bereits kennst.

Trade-off: Latium skaliert im Endgame besser mit größeren Städten und mehr Monumenten; Albion bietet narrativen Reiz und alternative Produktionsketten, erreicht aber nicht dieselbe Einwohnerdichte.

Praktischer Tipp: Wenn du Multiplayer spielst, starte aus der Lobby statt über Einladungen in laufende Spiele. Patch 1.3 hat Crossplay reaktiviert, aber Hot-Join-Probleme bleiben ein häufiger Stolperstein. Die Community berichtet weiterhin von TRAJAN-Fehlern bei direkten Einladungen, besonders bei Crossplay PC↔Xbox.

Die ersten 30 Minuten: Was wirklich zählt

Deine Startphase legt das Fundament. Häufigster Fehler: Spieler bauen zu viele Wohnhäuser, bevor die Produktionsketten stehen, und wundern sich über negativen Cashflow. Die Lösung ist simpel – aber kontraintuitiv für Aufbauspiel-Neulinge.

Holz ist dein Engpass, nicht Nahrung

Baue sofort zwei Holzfäller und zwei Sägewerke. Ohne ausreichend Bauholz stockt jede Expansion. Ein verbreiteter Fehler: Holzfäller werden in bereits abgeholzten Gebieten platziert, die Produktion sinkt drastisch und plötzlich fehlt Geld für weitere Gebäude. Prüfe die Baumfläche, bevor du baust – Holzfäller brauchen dichte Waldgebiete in Reichweite.

Sägewerke sollten zentral stehen, damit Karren keine langen Wege haben. Ein verstopftes Lager am Sägewerk stoppt die gesamte Produktionskette – baue frühzeitig ein zentrales Depot am Hafen und ein zweites in deinem Produktionsgebiet.

Der Köhler-Fehler kostet dich Stunden

Ohne Köhler kannst du weder Brot backen noch Ziegel herstellen. Viele Spieler vergessen ihn komplett und wundern sich, warum ihre Tier-2-Ketten stillstehen. Der Köhler muss früh gebaut werden – idealerweise, sobald du deine ersten Weizenfarmen planst. Platziere ihn zentral, sodass sowohl Bäckereien als auch Ziegler direkt beliefert werden können.

Ein weiteres Problem: Spieler bauen nur einen Köhler für beide Ketten. Das funktioniert anfangs, führt aber später zu Engpässen. Sobald du mehrere Bäckereien und Ziegler betreibst, brauchst du einen zweiten Köhler oder musst Transportwege extrem kurz halten.

Infrastruktur schlägt Wohnhäuser

Baue deinen ersten Markt nah bei den Wohnhäusern, ein Lager am Hafen und verbinde beides mit Straßen. Schlechte Infrastruktur verursacht Transportstaus – Karren fahren Umwege, Waren bleiben liegen, Produzenten stoppen. Ein zentraler Markt versorgt mehr Häuser effizient; mehrere kleine Märkte weit außerhalb verschwenden Geld.

Die häufigste Falle: Spieler bauen zu viele Wohnhäuser ohne ausreichende Marktabdeckung. Die Bewohner laufen ewig zum nächsten Markt, die Zufriedenheit sinkt, Steuern brechen ein. Plane Märkte, bevor du Wohnhäuser baust – nicht umgekehrt.

Produktionsketten: Warum Ratios allein nicht reichen

Perfekte Ratios auf dem Papier scheitern in der Praxis an Logistik. Die klassische Brotkette – 2 Weizenfarmen → 1 Mühle → 1 Köhler → 2 Bäckereien – funktioniert nur, wenn Transportwege kurz bleiben und Lager nicht überfüllt sind. Ein häufiges Problem: Die Mühle steht, weil das Lager voll ist. Das passiert, wenn die Bäckereien die vermahlenen Güter nicht schnell genug verarbeiten können.

Latium: Brot, Garum, Sandalen

Brot ist dein Steuer-Motor. Ohne funktionierende Brotkette kannst du nicht zu Tier 2 aufsteigen. Der Köhler ist der häufigste Engpass – ohne ihn produzieren weder Bäckereien noch Ziegler. Baue ihn früh und zentral, damit beide Ketten beliefert werden.

Garum ist deine Tier-3-Wohlstandskette und essenziell für hohe Zufriedenheit. Die Ratio – 1 Saline → 2 Makrelenhütten → 3 Garum-Manufakturen – funktioniert nur, wenn Makrelenhütten direkt am Meer stehen. Ihre Reichweite ist begrenzt; zu weit inland platziert produzieren sie nichts. Mit Neptune als Patron kannst du Salz- und Fischproduktion massiv boosten und weniger Gebäude benötigen.

Sandalen sind eine lange Kette mit vielen Zwischenschritten: 1 Schweinefarm → 1 Saline → 2 Gerbereien → 4 Sandalmacher. Das Problem: Schweinefarm und Saline liegen oft weit voneinander entfernt, Gerber brauchen beide Rohstoffe und die Sandalmacher selbst sind der größte Flaschenhals. Mars verstärkt Lederproduktion – mit ihm als Patron brauchst du weniger Gerbereien und sparst massiv Platz.

Albion: Einfacher Start, komplexere Spätketten

Albion-Brotkette nutzt Eselsmühlen statt normaler Mühlen – du brauchst zwei statt einer, was mehr Infrastruktur erfordert. Achte auf ausreichenden Abstand zu anderen Gebäuden, um Transportwege effizient zu gestalten.

Schilfsandalen sind extrem einfach: 1 Schilfsammler → 2 Schuhweber. Diese Kette läuft quasi von selbst und ist perfekt für Tier 1. Ein Schilfsammler versorgt zwei Schuhweber komplett – du brauchst nur auf gute Straßenanbindung zu achten.

Bier ist Albions Wohlstands-Boost ab Tier 3: 2 Gerstenfelder → 1 Mälzerei → 2 Brauereien → 1 Köhler. Kombiniere Bier mit Käse und Trinkhörnern für maximale Zufriedenheit. Diese Kombination ermöglicht hohe Steuereinnahmen ohne zusätzliche Luxusketten.

Erweiterte Albion-Ketten: Fortgeschrittene Spieler sollten Roast Beef (2 Ochsenfarmen → 1 Köhler → 3 Salzkrautsammler → 4 Erdöfen) und Cloaks (2 Färberpflanzen → 1 Kupfermine → 1 Schaffarm → 3 Greenhands → 2 Birrus-Näher) ausprobieren. Diese Ketten verlängern deine Endgame-Optionen und erlauben dir, Bevölkerungsstufen zu halten, ohne Latium-Importe zu benötigen. Fur Hats und Chariots kommen noch später, sind aber extreme Prestige-Booster.

Detaillierte Ratios: Alle Produktionsketten für Latium und Albion – inklusive Olivenöl, Amphoren, Ziegel, Pileus, Wein, Beton, Togas, Schreibtafeln, Glas und Marmor – findest du auf der Produktionsketten-Seite. Dort kannst du zwischen Regionen umschalten und präzise Timing-Tipps abrufen.

Expansion: Wann du wirklich eine Kolonie brauchst

Expansion ist notwendig, sobald dir Fruchtbarkeiten fehlen – nicht, sobald du es dir leisten kannst. Der Zeitpunkt entscheidet: Zu früh belastest du deine Wirtschaft mit Unterhaltskosten für Schiffe und Gebäude; zu spät blockierst du wichtige Warenketten. Die richtige Checkliste ist simpel.

Cashflow stabil?

Mindestens +400 Dinare pro Minute Puffer. Expansion kostet initial Geld für Schiffe, Gebäude und Handelsrouten. Ein negativer Cashflow führt schnell zur Pleite. Wenn deine Bilanz nur knapp positiv ist, warte noch. Nutze den Finanzreport, um genau zu sehen, wo dein Geld hingeht – optimiere Unterhalt, bevor du expandierst.

Fruchtbarkeit fehlt wirklich?

Prüfe die Weltkarte, bevor du besiedelt. Ein häufiger Fehler: Spieler expandieren auf Inseln, die gar nicht die benötigten Fruchtbarkeiten haben. Nutze die Karte, um vor der Besiedlung zu prüfen, was verfügbar ist. Halte Ausschau nach großen Inseln mit mehreren Fruchtbarkeiten – das spart dir weitere Kolonien.

Handelsroute geplant?

Wisse genau, was du transportierst und in welcher Menge. Plane die Route so, dass das Schiff nicht leer zurückfährt – exportiere Wein von der Kolonie, importiere auf der Rückfahrt Holz oder Baustoffe. Nutze Lagerfilter auf der Kolonie, um nur wichtige Waren zu exportieren und Überproduktion zu vermeiden.

Minimalistisch bauen

Baue auf der Kolonie nur das Nötigste: ein Lager, die Felder für die gewünschte Fruchtbarkeit und eventuell Verarbeiter. Verzichte auf Wohnhäuser und Markt – jede zusätzliche Struktur kostet Unterhalt. Halte die Kolonie minimalistisch und spezialisiert, dann bleibt sie profitabel.

Best for: Neptune-Spieler profitieren am meisten von Kolonien, weil schnellere Schiffe und günstigerer Unterhalt Handelsrouten deutlich effizienter machen.

Trade-off: Viele kleine Kolonien erhöhen Komplexität und Mikromanagement; wenige große Kolonien sind übersichtlicher, aber weniger flexibel.

Religion: Dein mächtigstes Werkzeug

Religion wird unterschätzt. Die richtige Patron-Wahl verdoppelt deine Produktion bei maximaler Hingabe, während eine falsche Wahl dich wertvolle Hingabe-Punkte kostet. Jede Gottheit gewährt Produktionsboni und einzigartige Fähigkeiten, die bestimmte Spielstile massiv verstärken. Die Produktionsboni skalieren mit jeder Hingabe-Stufe um zehn Prozent – bei maximaler Hingabe erreichst du hundert Prozent mehr Output. Gleichzeitig erhöht jede Hingabe-Stufe dein Schrein-Limit, sodass du mehr religiöse Gebäude bauen und die Boni weiter ausbauen kannst.

🌾 Ceres

Bufft: Getreide, Brot, Olivenöl und alle landwirtschaftlichen Ketten. Ideal für Spieler, die früh viele Wohnhäuser bauen und schnell aufsteigen wollen.

Einzigartig: Wohnhäuser liefern zusätzliche Bevölkerung pro Stufe. Das bedeutet mehr Steuern ohne zusätzliche Grundfläche – extrem stark im Endgame.

Best for: Wirtschaftslastige Strategien und schnelles Tiering. Mit Ceres auf maximaler Hingabe produzieren deine Weizenfarmen doppelt so viel – du brauchst nur eine statt zwei Farmen für dieselbe Brotkette.

🌊 Neptune

Bufft: Fischerei, Salzgewinnung, Muscheln und alle maritimen Produktionen. Neptune ist die beste Wahl, wenn du stark auf Garum, Handel und Schifffahrt setzt.

Einzigartig: Neue Schiffe sind robuster, schneller und haben geringeren Unterhalt. Das spart langfristig massiv Geld und macht Handelsrouten effizienter.

Best for: Handels- und Koloniestrategien. Mit Neptune reduziert sich deine Garum-Kette von 1→2→3 auf 1→1→2 bei maximaler Hingabe. Das spart Platz, Unterhalt und Arbeitskräfte.

⚔️ Mars

Bufft: Eisen, Schmieden, Leder, Sandalen und Kohle. Mars ist ideal, wenn du militärisch aggressiv spielst oder lange Produktionsketten effizienter gestalten willst.

Einzigartig: Truppen haben höhere Moral und benötigen weniger Arbeitskräfte sowie Unterhalt. Perfekt für Multiplayer-Partien oder schwere KI-Gegner.

Best for: Militär-Fokus und ressourcenintensive Produktionsketten. Mit Mars produzieren deine Gerbereien doppelt so schnell Leder – deine Sandalkette benötigt nur eine statt zwei Gerbereien.

🏛️ Minerva

Bufft: Tuniken, Hanf, gefärbte Stoffe und alle Textilketten. Minerva ist die beste Wahl für Spieler, die schnell forschen und kulturell dominieren wollen.

Einzigartig: Zusätzliche Kenntnis-Erträge aus Wohnhäusern. Das beschleunigt deine Forschung massiv und lässt dich früher wichtige Technologien freischalten.

Best for: Forschungs-Builds. Mit Minerva erhältst du zusätzliche Kenntnis-Punkte aus jedem Wohnhaus – du kannst wichtige Forschungen wie Paved Roads oder Tacking deutlich früher freischalten.

Albion-Gottheiten: Cernunnos, Epona, Mercury-Lugus

Albion bietet eigene Patrongötter, die perfekt auf keltische Produktionsketten abgestimmt sind. Cernunnos bufft Holz, Wattle & Daub, Schilf, Schlamm und alle Ressourcen aus Wäldern und Feuchtgebieten. Sein einzigartiger Bonus: Wohnhäuser produzieren zusätzliche Gesundheit und Kenntnis. Das ist perfekt für Spieler, die Forschung beschleunigen und gleichzeitig die Bevölkerungsstabilität maximieren wollen.

Epona verstärkt Pferde, Schafe, Schweine und Ochsen – alle Tierketten. Ihr einzigartiger Bonus: Produktionsgebäude liefern zusätzliche Bevölkerung. Das erlaubt dir, weniger Wohnhäuser zu bauen und mehr Platz für Industrie zu schaffen. Epona ist ideal, wenn du viele Farmen betreibst und deine Siedlungen kompakt halten willst.

Mercury-Lugus fokussiert Handel und Wirtschaft. Er bufft passiven Handel und lässt Depots, Handelspiers und Hafenlager zusätzliches Prestige produzieren. Das macht ihn zur besten Wahl für reine Handelsstädte, die mehr Geld durch Exporte als durch Produktion verdienen.

Best for: Cernunnos für Forschungs-Builds, Epona für kompakte Farmen-Layouts, Mercury-Lugus für Handel-fokussierte Strategien.

Trade-off: Albion-Gottheiten sind spezialisierter und weniger universell als Ceres oder Neptune – sie belohnen fokussierte Builds, bieten aber weniger Flexibilität.

Update: Patch 1.3 hat den Fehler behoben, bei dem Gottheiten aus dem Religionsmenü verschwinden konnten – besonders wenn die Hall of Fame deaktiviert war. Dieser Bug betraf Ceres, Neptune und Mars und trat häufig nach Offline-Phasen von Ubisoft Connect auf.

Forschung: Die drei Must-Have-Technologien

Forschung löst häufige Probleme sofort. Viele Spieler streuen ihre Forschungspunkte breit – besser ist es, gezielt die wichtigsten Technologien zuerst zu erforschen. Diese drei solltest du priorisieren.

Pflasterstraßen

Behebt Transportstaus sofort. Ungepflasterte Straßen verlangsamen deine Karren massiv – mit Pflaster verdoppelst du die Geschwindigkeit und vermeidest Produktionsstopps. Das ist die wichtigste Forschung überhaupt, weil sie deine gesamte Wirtschaft beschleunigt. Erforsche sie, sobald du die ersten Tier-2-Häuser hast – der Effekt ist sofort spürbar.

Hafenlogistik

Schiffe laden schneller und du kannst mehr Waren pro Fahrt transportieren. Extrem wichtig, sobald du mehrere Kolonien betreibst. Ohne Hafenlogistik warten Schiffe ewig am Pier – mit der Forschung reduzierst du Wartezeiten drastisch. Kombiniere Hafenlogistik mit Neptune für maximale Effizienz.

Lager-Organisation

Verhindert Überfüllung und ermöglicht dir bessere Kontrolle über Warenströme. Essenziell ab Tier 3, wenn du viele komplexe Ketten hast. Mit Lager-Organisation kannst du gezielt Waren filtern und Prioritäten setzen. Nutze Lagerfilter, um nur wichtige Waren zu speichern, und exportiere Überproduktion per Schiff.

Midgame: Spezialisierung schlägt Chaos

Sobald deine Grundketten stabil laufen, beginnt die strategische Tiefe. Jetzt geht es darum, Inseln zu spezialisieren und Luxusgüter zu produzieren. Der größte Fehler: Spieler bauen weiter chaotisch statt spezialisiert. Das Ergebnis: ineffiziente Layouts, verschwendeter Platz, hohe Unterhaltskosten.

Insel-Spezialisierung

Spezialisierung ist der Schlüssel zu effizienten Endgame-Partien. Anstatt jede Insel mit allem zu belasten, teilst du Aufgaben klar auf. Das spart Platz, reduziert Transportwege und macht deine Wirtschaft übersichtlicher.

Agrar-Inseln: Nur Felder und Farmen – keine Wohnhäuser, keine Industrie. Exportiere alle Rohstoffe zur Hauptinsel. Halte Agrar-Inseln minimalistisch – nur Lager, Felder und Straßen. Spare jeden Unterhalt.

Industrie-Inseln: Verarbeiter und Manufakturen – keine Wohnhäuser. Importiere Rohstoffe, exportiere fertige Waren. Perfekt für platzintensive Ketten wie Seife oder Glas. Platziere Officia strategisch, um Produktion zu boosten.

Luxus-Inseln: Togas, Glas, Marmor – die teuersten Güter. Hier baust du deine prestigeträchtigen Endgame-Ketten, die dir enorme Steuereinnahmen bringen. Kombiniere Luxusketten mit maximaler Patron-Hingabe und Spezialisten für beste Effizienz.

Officia & Spezialisten richtig nutzen

Officia sind Buff-Gebäude, die Produktionsgeschwindigkeit oder Effizienz steigern. Platziere sie strategisch in der Nähe deiner wichtigsten Ketten. Ein häufiger Fehler: Spieler bauen Officia wahllos – besser ist es, sie gezielt bei Engpass-Ketten einzusetzen.

Produktions-Officia nahe Manufakturen und Verarbeitern erhöhen die Produktionsgeschwindigkeit und reduzieren den Bedarf an zusätzlichen Gebäuden. Ein Produktions-Officium bei deinen Garum-Manufakturen beschleunigt die Produktion deutlich, sodass du weniger Manufakturen brauchst.

Spezialisten gezielt für Engpass-Ketten wie Seife, Togas oder Glas einsetzen. Sie können einzelne Produktionsschritte deutlich beschleunigen. Ein Spezialist in deiner Glasbläserei halbiert die Produktionszeit – du brauchst weniger Glasbläser für denselben Output.

Häufige Probleme und wie du sie löst

Problem: Produktionskette steht, obwohl Rohstoffe da sind

Ursache: Volles Lager oder blockierte Transportwege. Karren können Waren nicht abholen, Produzenten stoppen.

Lösung: Baue zusätzliche Lager und halte sie strategisch verteilt. Nutze Lagerfilter, um gezielt Waren zu speichern, und exportiere Überproduktion per Schiff. Prüfe Straßenanbindungen – lange Umwege verursachen Staus.

Problem: Negativer Cashflow trotz stabiler Wirtschaft

Ursache: Zu viele Gebäude im Unterhalt oder zu niedrige Zufriedenheit. Unzufriedene Bevölkerung zahlt kaum Steuern.

Lösung: Nutze den Finanzreport, um Unterhaltskosten zu identifizieren. Verkaufe ineffiziente Gebäude oder verbessere Zufriedenheit durch Luxusgüter. Manchmal ist es besser, weniger Gebäude effizienter zu betreiben als viele ineffiziente zu unterhalten.

Problem: Multiplayer-Desyncs oder TRAJAN-Fehler

Ursache: Einladungen in laufende Sitzungen verursachen Fehler. Patch 1.3 hat mehrere Desync-Ursachen behoben, aber Hot-Join bleibt problematisch.

Lösung: Starte Multiplayer-Partien aus der Lobby, nicht über direkte Einladungen. Vermeide Hot-Join komplett. Crossplay wurde mit Patch 1.3 reaktiviert, aber die Community berichtet weiterhin von Problemen bei PC↔Xbox – PC↔PS5 läuft meist stabiler.

Problem: Windows 11 blockiert Save-Zugriff nach Patch

Ursache: Windows 11 schränkt nach einem Patch den Zugriff des Spiels auf den Documents-Ordner automatisch ein, weil sich die .exe ändert.

Lösung: Gib dem Spiel manuell Zugriff auf den Documents-Ordner in den Windows-Sicherheitseinstellungen. Alternativ: Lade ein Save vor dem Patch und setze die Zugriffsrechte zurück.

Problem: Slot-Gebäude lassen sich nicht upgraden

Ursache: Ein Fehler in früheren Versionen blockierte Blueprint-Upgrades für Berg-, Fluss- und Sumpf-Gebäude sowie Farmen.

Lösung: Patch 1.3 hat diesen Fehler behoben. Wenn du auf einer älteren Version spielst, update auf die neueste Patch-Version. Nach dem Update sollten alle Slot-Gebäude normal upgraden.

Piraten richtig nutzen

Piraten sind mehr als nur eine Bedrohung – sie sind eine Ressourcenquelle. Seit Patch 1.3 droppen Piratenschiffe mehr Items, wenn sie zerstört werden. Das macht es lohnend, Piraten aktiv zu jagen statt nur defensiv zu patrouillieren.

Piraten-Jagd als Strategie

Baue früh eine Kampffregatte und patrouilliere aktiv in Piratengewässern. Zerstörte Piratenschiffe droppen wertvolle Spezialisten, Ressourcen und manchmal sogar seltene Items. Das ist besonders wertvoll im Midgame, wenn Spezialisten schwer zu bekommen sind.

Ein häufiger Fehler: Spieler ignorieren Piraten komplett oder patrouillieren nur defensiv. Das verschwendet eine kostenlose Einkommensquelle. Nutze Mars als Patron, um deine Truppen effizienter zu machen – mit höherer Moral und geringerem Unterhalt kannst du mehr Schiffe früher betreiben.

Best for: Mars-Spieler mit militärischem Fokus profitieren am meisten von Piraten-Jagd, weil günstigere Truppen und bessere Moral Kämpfe profitabler machen.

Schreine auf Plätzen: Neue Flexibilität seit Patch 1.3

Seit Patch 1.3 kannst du Schreine auf Plaza-Tiles bauen. Das gibt dir deutlich mehr Platz-Flexibilität, besonders in dicht bebauten Stadtkernen. Vorher musstest du Schreine in separate Stadtteile bauen oder auf Platz verzichten – jetzt kannst du sie direkt in deine prestigeträchtigen Plätze integrieren.

Praktische Anwendung

Baue deine wichtigsten Schreine direkt auf großen Plätzen in der Nähe deiner Tier-4-Wohnhäuser. Das maximiert Hingabe und Prestige gleichzeitig, ohne zusätzlichen Platz zu verschwenden. Ein gut platzierter Schrein auf einem Plaza-Tile kann mehrere umliegende Wohnblöcke mit Hingabe versorgen.

Best for: Spieler, die dichte Stadtlayouts bevorzugen und jeden Quadratmeter optimieren wollen – besonders nützlich auf kleinen Inseln oder bei kompakten Endgame-Städten.

Fortgeschrittene Ketten: Bird Tongues, Handmirrors, Chariots

Die wenigsten Spieler kommen jemals zu diesen Ketten – aber sie definieren den wahren Endgame-Content in Albion. Bird Tongues in Aspic, Handmirrors und Chariots sind extreme Prestige-Booster, die nur auf den höchsten Bevölkerungsstufen gebraucht werden. Sie sind platzhungrig, komplex und teuer – aber sie ermöglichen dir, maximale Steuereinnahmen zu erreichen.

Bird Tongues in Aspic

3 Bird Charmers → 1 Schweinefarm → 1 Köhler → 2 Renderers → 4 Tongue Pluckers → 3 Epicures of Air. Eine der komplexesten Ketten im Spiel, aber extrem wertvoll für Tier-4-Bewohner. Plane viel Platz und halte Transportwege kurz.

Handmirrors

1 Silbermine → 2 Silberschmieden → 2 Köhler → 3 Muschelsammler → 4 Narcissiums. Kombiniere mit Fibeln für maximale Luxus-Abdeckung. Diese Kette teilt sich Silber mit Fibeln – plane beide parallel oder importiere Silber von einer dedizierten Kolonie.

Chariots

1 Holzfäller → 2 Schilfsammler → 3 Chassis Builders → 2 Horsecatchers → 4 Chariot Workshops. Perfekt für späte Prestige-Builds. Chariots sind reine Luxusgüter – baue sie nur, wenn alle anderen Ketten stabil laufen.

Fur Hats

3 Salzkrautsammler → 2 Salzkrautbrenner → 1 Köhler → 3 Biberfänger → 4 Biberhutmacher. Diese Kette ist extrem platzintensiv und nur für maximale Bevölkerungsstufen nötig. Kombiniere mit Cloaks für vollständige Endgame-Kleidung.

Best for: Spieler, die maximale Einwohnerzahlen und Prestige erreichen wollen – diese Ketten sind der wahre Endgame-Content, aber nur relevant, wenn du alle Grundketten bereits perfektioniert hast.

Session-Generierung: Keine fehlenden Inseln mehr

Vor Patch 1.3 konnten bei der Session-Generierung vereinzelt Inseln fehlen, was manche Fruchtbarkeiten komplett unzugänglich machte. Dieses Problem ist behoben – die Session-Generierung wurde verbessert und sollte jetzt alle Inseln korrekt platzieren. Das ist besonders wichtig für Spieler, die auf schweren Schwierigkeitsgraden spielen und jede Fruchtbarkeit ausnutzen müssen.

Was das praktisch bedeutet

Du kannst jetzt darauf vertrauen, dass alle Fruchtbarkeiten auf der Karte erreichbar sind. Prüfe trotzdem vor Spielstart die Weltkarte, um sicherzugehen, dass wichtige Inseln nicht von Rivalen besetzt werden. Große Inseln mit mehreren Fruchtbarkeiten sind jetzt zuverlässiger verfügbar – nutze sie für kombinierte Agrar- und Industrie-Kolonien.

Was du jetzt tun solltest

Für die meisten Spieler ist Latium der beste Start, weil Produktionsketten klarer strukturiert sind und Mechaniken zugänglicher. Wähle Wirtschaftsschwierigkeit Normal und Militär Leicht, um die Grundlagen zu lernen, ohne permanent verteidigen zu müssen. Sobald du die Mechaniken verstehst, bietet Albion narrative Tiefe und alternative Ketten – die Kulturpfad-Mechanik macht es zur interessanteren zweiten Partie. Erfahrene Anno-Spieler werden Schwer genießen, sollten aber mit Logistik-Forschungen und Religion-Optimierung vertraut sein, bevor sie den Sprung wagen. Neptune ist der stärkste Patron für Koloniestrategien, Mars für Militär-Builds und Ceres für wirtschaftslastiges Spiel – Minerva ist eine Nische für Forschungs-Enthusiasten. Albion-Spieler sollten Cernunnos für Forschung, Epona für kompakte Layouts oder Mercury-Lugus für Handel priorisieren.

Stand: 05.01.2026 · Aktualisiert mit Patch-1.3-Infos und erweiterten Produktionsketten